Beschäftigung
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Durch meine bipolare Störung bin ich Rentner seit Mai 1999. Anfangs ging es mir überhaupt nicht so besonders gut. Es hat ungefähr 6 Monate gedauert bis die Medikamente endlich wirkten. Solange hatte ich sehr unter depressiven Phasen und manischen Phasen gelitten, auch die Psychosen hatten mich sehr im Würgegriff.

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Nach ungefähr 6 Monaten fand ich es ziemlich langweilig nur mit Hund und Katzen auf dem Sofa zu liegen. Ich suchte also nach Beschäftigungsmaßnahmen.

Die Psychologen predigen immer: Macht Sachen, die euch richtig Spaß machen. Also sucht man, was Spaß machen könnte.

Zunächst hatte ich noch bis Juli 2003 das Abendgymnasium. Im Mai 2003 kam Labrador Columbo zu mir. Ab Oktober 2003 bis Juli 2004 hatte ich ein Chemie-Studium. Da es ein Bachelor-Studium ohne ordentlichen Abschluss war, wechselte ich zum Oktober 2004 zur anderen Uni mit Diplom-Abschluss. Nach 4 Semestern war dort Schluss, wegen meiner Medikamente. Ich konnte dann zu Jura wechseln, was aber auch nach 4 Semestern zu Ende war.

Es folgen die Beschäftigungen, die sich bis heute gehalten haben

Steckbilder

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Schon als Kind hatte ich Spaß an Steckbildern. 30 Jahre lang sind diese Steckbilder in der Versenkung verschwunden und vor 10 Jahren habe ich durch Zufall einen Shop im Internet gefunden, der jede Menge an Steckbildern anbietet. Inzwischen hängen bei mir soviele Steckbilder an den Wänden, dass ich keine mehr brauche.

Modellbau

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Motorrad-Modelle habe ich auch schon als Jugendlicher zusammen gebaut. Da die Modelle mit Klebstoff zusammen geklebt werden, muss man nach jeder Klebstelle ein paar Stunden warten. Wenn man da zu hastig ist, dann fallen die Modelle einfach auseinander.

Ich habe noch ein Flugzeug-Modell in Arbeit und einen Nistkasten für kleinere Vögel.

Bauwerke

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Lego ist zeitlos. Es gibt inzwischen Bausätze für Kleinkinder und für Erwachsene. Die Bauten sind stabil und man kann sie notfalls auseinander nehmen, wenn man sie transportieren muss. In meinem Supermarkt gab es mal viele Lego Modelle für kleines Geld.

Irgendwann werde ich mir die Lego-Burg leisten können. Aber erst brauche ich den Lotto-Gewinn

Puzzle-Spiele

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Mein erstes Puzzle mit 500 Teilen bekam ich Weihnachten 1966. Da hat noch die ganze Familie am Heiligabend mit gespielt.Die Puzzles wurden immer größer. Jetzt baue ich so 2.000 bis 3.000. Teile zusammen. Das größte Puzzle hatte 5.000 Teile.

Alle meinen Beschäftigungen sorgen dafür, dass ich ruhiger werde. Gerade in der manischen Phase brauche ich was beruhigendes. Obwohl die Manischen und die depressien Phasen nicht mehr so stark ausgeprägt sind, das liegt am Lithium. Am ruhigsten werde ich, wenn der Kater mal wieder Teile auf den Boden geworfen  hat. Von daher sind die Ministeck-Bilder günstiger.

Computer-Spiele

Für Spiele habe ich den Nintendo 3 DS. Im Laufe der Zeit haben sich da jede Menge Spiele angesammelt. Meine Favoriten sind Resident Evil und Zelda.

Hundeausstellungen

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Mit meiner Sozialen-Phobie wurde ich vom Psychiater animiert auch mal Veranstaltungen zu besuchen, wo viele Menschen sind. Normalerweise gehe ich mit meinen Hunden immer dann auf die Straße, wenn kaum jemand unterwegs ist ... so um 2 Uhr nachts. Das Einkaufen erledigt mein Pflegedienst ... ich muss nur das Geld vom Automaten organisieren.

2007 bis 2011 bin ich regelmäßig mit King zu Hundeausstellungen gegangen. 2007 wurde ich durch ein Berliner Hundeforum zu einer Ausstellung in Berlin-Gatow eingeladen. Er hat jede Menge Titel und einige Championate erhalten.

Schule von 1997 bis 2003

Noch während meiner Arbeitstätigkeit habe ich mit der Silbermann-Schule begonnen. Das Ziel war das Abitur. Es war eine stressige Zeit. Von 6 Uhr bis 15 Uhr arbeiten, kurz auf einen Kaffee nach Hause und dann noch Schule bis 21.30 Uhr. Ich habe es geschafft, nicht überragend, aber mit Begeisterung.

Das war natürlich ab Oktober 2001 einfacher, da ich dann ja nicht mehr arbeiten musste. Dadurch konnte mich auch ausreichend ausruhen und regenerieren.

Fernlehrgang 2009 bis 2013

Was macht man als Rentner? Entweder geht man zur Haupteinkaufszeit in den Supermarkt und meckert oder man beschäftigt sich sinnvoll. Neben vielen Spielen und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten, habe ich mich zu einem Fernlehrgang angemeldet. Das ist ein Lehrgang Allgemeinwissen und deckt die Fächer ab, die ich damals am Abendgymnasium nicht hatte.

Inzwischen ist die Betreuungszeit bei der Fernschule beendet und ich fummle so für mich weiter ohne Abgabe von Einsendeaufgaben. Ich bin also weiter gut beschäftigt. Ich brauche keine Aufgaben einzuschicken, sondern kann in aller Ruhe die Lehrhefte durchgehen.

Ich bin durch die Medikamente ziemlich voll gedröhnt, dadurch brauche ich für alles mehr Zeit und die kann ich mir nun nehmen.

Jetzt bastel ich etwas an meiner Homepage herum und habe das Lehrheft über Vögel zur Seite gepackt.

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