Schädel  018
Pferd & Wagen

1971

1971 gab es das erste Mofa. Das durfte man damals fahren, wenn man 14 Jahre alt war. Ohne irgendwelche Prüfungen oder Unterricht. Dafür sind die Dinger maximal 25 km/h gelaufen, also nicht schneller als ein geübter Radfahrer. Es gab ein Versicherungskennzeichen für ein Jahr das 70 DM gekostet hat. Anhand der Farbe der Schrift auf dem Kennzeichen konnte man das Jahr erkennen.

Mofa war ein Fahrrad mit Hilfsmotor, das Mokick sah schon mehr wie ein Motorrad aus. Auch ein Mokick durfte man Führerscheinfrei mit 14 Jahren fahren.

1973

1973 habe ich dann den Führerschein Klasse 4 erworben. Das war überhaupt kein Problem: Zur Polizei gefahren, 20 DM auf den Tresen gelegt, einen Fragebogen ausgefüllt und dann gab es den Führerschein. Dort wurde eigentlich nur geschaut, ob man schon 16 Jahre alt ist und ob man die Grundlagen des öffentlichen Straßenverkehrs kennt. Keine Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern nur die Begrenzung auf 50 Kubikzentimeter. Meine 50er (wassergekühlte Zündapp 50) lief etwas über 100 km/h.

1976

Es folgten dann die Führerscheinklassen 1 und 3. Zunächst bin ich allerdings nur Auto gefahren, da ich noch in der Ausbildung war und meine Lebenshaltung von meinen Eltern übernommen wurden. Zwei Fahrzeuge wären da zu teuer geworden. Zum bestandenen Führerschein bekam ich einen gebrauchten deutschen Wagen mit Insektennamen.

Das war ein lustiges Auto. Vor dem Einsteigen und starten musste ich unter das Auto und ein Kabel festmachen. Das Kabel sorgte dafür, dass Befehle von der Zündung vorne zum Motor hinten kamen. Dieses Kabel hatte sich bei jeder Fahrt wieder gelockert. Ich hatte einen fahrbaren Untersatz um zur Schule und in die Disco zu kommen. Die Disco war am Flughafen Tempelhof und befand sich auf dem Gelände einer amerikanischen Kaserne.

1977

AB 8 - 2

1978

Bekam ich ein Auto von meiner Schwester. Das war damals schon richtiger Luxus, weil ich einsteigen konnte und der Wagen sprang an. Bei jedem Wetter.

Das Auto war recht ordentlich. Nur die Heizung war unterdimensioniert. Im Winter brauchte ich dann einen Eiskratzer, um die Scheibe innen öfters freizukratzen. Das war bei dieser luftgekühlten Baureihe Standard, die Heizung.

Ich konnte mit dem Auto meine erste Urlaubsreise antreten, die der Wagen auch gut überstanden hat.

 In dem Jahr bekam ich von meinem Bruder einen bebrauchten Opel B-Kadett. Mit Schiebedach und allen möglichen Luxus-Einbauten wie einem Radio. Inzwischen hatte ich auch einen Arbeitsplatz mit Wechselschichten und so war es schön mit dem richtig funktionierenden Auto (die Heizung war prima). Nur war dieses Auto etwas wasserscheu. Wenn der Regen über den Nieselcharakter hinweg in Regen überging, dann wollte der nicht mehr. Ich musste das Auto öfters mal an den Straßenrand schieben und zu Fuß weiter. Damals gab es noch kostenlose Parkplätze auf der Straße.

1979

1979 leistete ich mir das erste Motorrad. Eine sehr unterdimensionierte Yamaha SR 250 SE. Ein so genannter Softchopper. Mit den 17 PS war sie für kurze Strecken innerhalb West-Berlins geeignet. Aber auf die Transit-Autobahn wäre ich mit der Möhre nicht gefahren.

Da meine Eltern merkten, irgendjemand hatte mich verraten, dass ich mit einem Motorrad unterwegs war, hatte sich mein Vater von seinem Opel C-Kadett getrennt und mich mit dem Auto bestochen. Von nun an bin ich mit diesem Moped nur Strecken gefahren, die weit weg waren von der Wohnung meiner Eltern. Lange hatte ich die Yamaha nicht, denn sie war einfach zu schwach.

1981

Durch die Freiwillige Polizei-Reserve lernte ich meine Lebensgefährtin kennen. Sie hatte eine BMW R 80 und hat bei mir wieder den Wunsch nach einem Motorrad geweckt. Zufällig wollte ein Kollege von ihr eine BMW R 45 loswerden. Na, das war doch was. Mit der Maschine traute ich mich sogar auf die Transit-Autobahn, da sie zwar keine sonderliche Beschleunigung hatte, aber wenn sie mal 100 km/h erreicht hatte, konnte ich mit ihr bis Marienborn fahren.

Und wieder hat mich irgendjemand bei meinen Eltern verpfiffen. Mein Vater organisierte einen lustigen Opel B-Kadett. Lustig war das Auto, weil meine Lebensgefährtin, die gerne an Autos herumschraubte, diesen Wagen als Freizeitbeschäftigung nahm.

1982

1982 kam ein Opel Ascona, da ich in Urlaub fahren wollte, den ich gleich nach dem Urlaub wieder verkauft habe. Meine Schwägerin hatte einen Platz frei auf einer Reise nach Ameland. Außerdem war es schön, weil auf mein Auto ihre Fahrräder passten.

In dem Jahr habe ich mich dann richtig von den Autos verabschiedet und bin auf das Motorrad umgestiegen. Bis zum Jahr 2003 hatte ich kein Auto. Ich musste mein Motorrad 2005 verkaufen, da ich Gleichgewichtsstörungen habe und somit nicht mehr auf 2 Rädern fahren kann.

1989

In dem Jahr habe ich einen Kredit aufgenommen und mir eine nagel-neue BWM R 80 gekauft. Die Gummikuh war toll und ich konnte sie noch an meinen Sohn weitergeben 1998. Die komischen Führerschein-Regeln schrieben eine Drossel vor und so wurde aus einer tollen R 80 ab 1998 eine Schlaf-Tablette.

1998

1998 hat mir meine Lebensgefährtin ein 1 : 1 Modell einer BMW R 1100 R geschenkt. Die Möhre hatte nun richtig Biss. Eine ordentliche Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 205 km/h. Ich bin mir ihr gut vom Fleck gekommen und meine Lebensgefährtin und ich haben jede freie Minute auf dem Land verbracht. Sie hatte sich eine K 100 LT zugelegt und später eine R 1100 GS. Sie konnte sich nicht an diesen Reihen- Motor gewöhnen.

Mit diesem Moped hatte sie dann auch im Oktober 1999 den finalen Unfall

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1999

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2002

Den Auto Union Munga habe ich geerbt. Er war Baujahr 1957.

Man saß auf einem “Gartenstuhl” und als Zündschlüssel konnte man alles verwenden, was in das Schloss passte, also vom Kaffeelöffel bis zum Wohnungsschlüssel. Leider hat mir ein Bekannter das Auto so kaputt gemacht, dass ich es verschenken musste.

Ich werde nie wieder etwas verborgen, man bekommt seine Lumpen entweder gar nicht oder kaputt zurück

Ende 2002 bekam ich von meiner Schwester einen Opel Vectra. Es war ein nettes Auto, hatte aber einen großen Fehler: Automatik Getriebe. Automatik mag ich nun überhaupt nicht. Das Ende kam, als jemand mit 4 Promille meine Wohnstraße langgefahren ist. Leider hatte ich das Auto nie in heilem Zustand geknipst. Der Wagen hatte einen Totalschaden, das war im Januar 2003.

Wie gut, dass das neue Auto schon bestellt war und ich nicht lange darauf warten musste.

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2003

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2007

Anfang konnte ich mir ein fabrikneues Auto kaufen. Es war ein Opel Zafira. Das Auto war groß genug, um einen Labrador zu transportieren und Umzugsgut für Spanien. Ich habe den Wagen dann 2005 verkauft und hatte bis Anfang 2007 kein Fahrzeug.

Mit dem Zafira habe ich viele schöne Touren gemacht, nicht nur die 2.700 km nach Agost. Das Auto hatte eigentlich nur einen Fehler: einen Teppichboden im Laderaum. Der war natürlich sehr schnell kaputt, nicht nur durch den Hund, sondern auch durch Gepäckstücke.

Ich habe ich mir einen Opel Combo gekauft. Ein sehr guter Gebrauchter. Als Lieferwagen hat er ausreichend Platz für zwei große Hunde und vorteilhaft ist der Gummiboden. Da können die Hundekrallen nicht alles kaputt machen. Den Combo habe ich jetzt noch.

Der Combo ist jetzt 15 Jahre alt. Ich fahre noch immer die weite Strecke nach Agost mit ihm und viele kleinere Touren zu Hundeausstellungen. Als Lieferwagen hat er natürlich einen relativ kleinen Motor (1,6 l). Aber damit hatte ich bisher kein Problem.

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Im Combo habe ich ein maßgefertigtes Hundeschutzgitter. Die Gepäcknetze werden in vielen Bundesländern nicht als Hundeschutz akzeptiert. Dieses feste Gitter hält jeden Hund und jedes Gepäck aus. Da ich die Rückbank nie für Personen nutze, konnte ich das Schutzgitter an den Vordersitzen anbringen lassen.

Wie man auf den Fotos sieht, bietet der Combo genug Platz für drei Leichen oder zwei Labrador-Retriever.

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Mitbewohner

 

 

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Ih-Mehl

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HP überarbeitet:

Oktober 2017