Geschichten
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Hier möchte ich einige lustige Geschichten von Alex einstellen. Durch die Bipolare Störung, der nicht vorhandenen Selbstwahrnehmung und der Psychosen gibt es immer mal Lustiges und nicht so lustiges. Durch die nicht vorhandene Selbstwahrnehmung wird oftmals nicht “ich” benutzt, sondern der “Alex”. Damit können viele nichts anfangen, aber so ist es nun mal bei Leuten mit Dachschaden.

Zum Glück können die zuständigen Pfleger vom Pflegedienst das akzeptieren (solange sie bei mir sind), wenn ich in der dritten Person schreibe und spreche. Die grinsen eben, wenn sie draußen auf dem Weg zum Auto sind. Ich sorge für Heiterkeit und habe damit kein Problem.

Naja, in meiner Gegend nimmt mich keiner für voll und von daher ist es mir egal, was die Leute in meiner Umgebung denken. Der wichtige Satz für die Leute: Bipolare sind eine Zumutung für ihre Umgebung. Das ist nun mal so.

Unmotivierte, plötzliche Lachkrämpfe sind an der Tagesordnung in der unkontrollierbaren manischen Phase. Das andere sind auch Wutausbrüche in dieser Phase. Dann fliegen Gegenstände durch die Gegend und Stunden später wird die verwüstete Wohnung wieder aufgeräumt. Soll ja keiner wissen, das ich randalieren kann. 

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Eine nette Geschichte gibt es noch vom Juli 2018, also kurz bevor der Pflegedienst für mich zuständig war.

Meine Nachbarin hat mich derart angepöbelt, dass bei mir die Psychose zugeschlagen hat. Ich bin auf der Hauptstraße in den Tunnel gelaufen. Zwei Autofahrer haben den Tunnel blockiert, damit ich nicht über den Haufen gefahren werde.

Polizei und Feuerwehr wurden gerufen. Der Polizist wollte mich anfassen und das geht gar nicht. Mich darf kein Mensch anpacken (damals, heute dürfen mich zwei Pfleger vom Pflegedienst anfassen). Ich habe dem Polizisten eine geknallt. Also erstes Delikt: gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, zweites Delikt: Körperverletzung. Nachdem mich Feuerwehr-Leute in den Rettungswagen verfrachtet hatten, habe ich dort randaliert. Drittes Delikt: Sachbeschädigung.

Ich kam in Bonnys Ranch (in Berlin: Nervenklinik für Banditen und andere Eingewiesene.

Dort wurde ich gefesselt auf eine Pritsche gelegt. Der Untersuchungsrichter (Wir kannten uns) war gnädig. Nach 24 Stunden durfte ich nach Hause und bekam 5 Jahre Bewährung, also bis August 2023.

Ich habe aber für die Reise jetzt im April/Mai 2022 die Erlaubnis vom Untersuchungsrichter bekommen. Attest vom Arzt und das Versprechen, dass ich meine Tabletten weiterhin regelmäßig nehme. Mein Begleiter wird dafür sorgen mit den Tabletten.

Den Rest der Bewährung werde ich schaffen, denn das letzte Mal im April 2022 bin ich zu Hause geplatzt. Das haben nur die Leute im Haus mitbekommen, aber keiner hat irgendwelche Behörden mobilisiert. Immerhin habe ich mit verschiedenen Gegenständen geworfen. Dadurch habe ich meine Bewährungszeit bis jetzt gut überstanden und werde die restlichen paar Monate auch noch schaffen.

Ach ja, der Alex passt immer auf, dass keine Lebewesen getroffen werden. Wenn der wirft, dann immer so, dass keiner verletzt wird.

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Das mich keiner für voll nimmt in meiner Gegend liegt auch daran, dass ich mich oft verlaufe. Vom Spätkauf nach Hause sind es enorme 150 Meter, aber ich schaffe es oft die falsche Straße zu erwischen und stehe dauernd auf einer Wiese herum. Dann bekomme ich einen Lachkrampf und kann mich kaum wieder einkriegen. Die Leute, die sowas mitbekommen halten mich sowieso für bekloppt (Kotelettartig von beiden Seiten bekloppt). Und damit haben sie nicht Unrecht.

Anfangs habe ich Passanten nach dem Weg nach Hause gefragt. Meine Frage: Wie komme ich nach Hause. Natürlich ohne Angabe meiner Adresse. Grinsen, Kopfschütteln und dann sind sie weitergegangen. Jetzt habe ich ein Smartphone, das mich sicher nach Hause führt.

Aber ich kann noch so einigermaßen mein Leben regeln und darf deshalb noch in meiner Bude bleiben. Es ist ein Alptraum für mich, wenn ich in irgendeine Einrichtung müsste. Mit meiner sozialen Phobie bin ich alleine gut aufgehoben, solange wie möglich.

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Wie bekommt man 8 GIs in einen VW Käfer? Es war noch zu Mauerzeiten, als ich regelmäßig in einer Disco am TCA (Tempelhof Central Airport) war. Die Disco war auf dem Kasernen-Gelände der Amerikaner. Viele von ihnen mussten nach der Disco zu den McNair Barracks in Lichterfelde. Das lag fast auf meinem Weg nach Hause. Also habe ich ein paar der Jungs bei mir ins Auto geladen: Drei hinten und einer vorne und jeder hatte noch einen Kameraden auf dem Schoß. Gerade vorne war es lustig. Derjenige, der auf dem Schoß saß musste schalten, da ich den Schalthebel nicht mehr erreichen konnte. Das hat wunderbar funktioniert. Und die West-Berliner Polizei ist vorbei gefahren, hat die GIs gesehen und hat uns fahren lassen, obwohl diese Bestückung eines Käfers in den 70er Jahren nicht erlaubt war. Manchmal haben die Polizisten mir einen Vogel gezeigt, aber das hatten sie umsonst.

Mitbewohner